
Ein aus Gründen des Quellenschutzes nicht genanntes Mannschaftsmitglied fasste den Spieltag mit; “Heute haben wir uns viermal ins eigene Knie geschossen!” relativ zutreffend zusammen.
Herzlichen Glückwunsch an die sympathischen Gäste, vielen Dank an Peter für das Catering.
Es war mir eine Ehre, die Erste Mannschaft zu ihrem Regionalliga-Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der Blauen Springer Paderborns zu begleiten – als Krankheitsvertretung und auf besonderen Wunsch meiner Gegnerin am achten Brett, meiner ehemaligen Mannschaftskollegin Miriam J..
Ihren zweiten Wunsch, den eines schnellen Brettfriedens, musste ich im Sinne der Mannschaftsräson ausschlagen, um kurz darauf die folgende Sequenz zu entkorken:
14. … Dd5(?!), 15. f3(?!) Tad8(?!)
und eine nicht allzu komplexe Erkenntnis traf mich wie ein Blitz.
[Der Sieg im weiteren Verlauf hatte einen schalen Beigeschmack.]
Brett 7:
Ein Brett über mir tat unser ehemaliger Vorsitzender Mathias viel dafür, seine Stellung trotz Anzugsvorteils schnell und gründlich zu ruinieren. Die Rückeroberung eines geopferten Bauern verschlang viel Zeit; plötzlich schlug ein Springer auf f2 ein, gefolgt von einem Qualitätsopfer auf f3. Glücklicherweise fand der Paderborner Mannschaftsführer mit schwindender Zeit nicht die korrekte Fortsetzung zum Sieg, sodass das anschließende Endspiel remis endete.
Brett 6:
Daniel stand sehr gut, verlor jedoch kurz vor der Zeitkontrolle den Überblick – und schließlich die Partie.
Brett 5:
Stephan H. stellte gegen die Französische Verteidigung seinen wichtigen e5-Bauern viel zu sorglos ein. Immerhin erhielt er etwas Spiel und erreichte eine frühe Punkteteilung.
Brett 4:
Andreas kam hervorragend aus der Eröffnung, anschließend leider weit vom rechten Weg ab. Eine Springergabel hätte ihn Qualität und Partie kosten müssen – doch am Ende gewann er sogar.
Brett 3:
Martin spielte die frühen Partiephasen stark, verpasste jedoch den Gewinn. Das Turmendspiel wirkte trotz eines Mehrbauern zwischenzeitlich eher unappetitlich und endete remis.
Brett 2:
Dominik sah sich einem starken, jungen Gegner gegenüber. In einer hochklassigen Partie bot sich unserem Mann nur eine Chance auf Vorteil, die zudem schwer zu finden war. Auch hier wurden schließlich die Punkte geteilt.
Brett 1:
Von der Spitzenpartie bekam ich wenig mit. Vermutlich handelte es sich um eine Art Arbeitssieg – jedenfalls einen wichtigen Punkt für uns.
Statt 5:3 hätten wir uns über ein spiegelverkehrtes Ergebnis kaum beklagen dürfen. Gegen den Aufstiegskonkurrenten Lieme II braucht es im Dezember eine deutliche Leistungssteigerung.
An diesem Sonntag musste unsere 4. Mannschaft in der Bezirksliga gegen den SK Werther III antreten. Auch ohne unsere drei obersten Bretter machten wir uns große Hoffnungen auf einen Mannschaftssieg. Doch der Schein trübte. Werther kam fast in Bestbesetzung und machte uns das Leben schwer. Den ersten Punkt für Gütersloh holte dann aber Andreas Nimz (Brett 6). Sein Gegner „veropferte“ sich und mit einer Leichtfigur mehr schaukelte Andreas das Match nach Hause. Jan-Marc Neumann (Brett 7) steuerte dann ein Remis bei, bevor Letizia Marilena Weiner (Brett 8) nach gutem Start in die Partie ihr Match doch noch verlor. Ein weiteres Remis steuerte dann unser Spitzenbrett Kevin Kleinelümern bei. In der Partie war nach Einschätzung von Kevin durchaus mehr drin. Schade. Zwischenstand 2-2. Jetzt ging es in die Entscheidung. 4 Bretter spielten noch.
Leider stand Axel Bergsträßer (Brett 5) mit zwei Bauern weniger schon länger in aussichtloser Stellung. Sein Gegner ließ sich dies nicht mehr nehmen und Axel verlor seine Partie. Im Gegenzug konterte Jürgen Böning (Brett 2) mit einem Sieg. Ein etwas unglückliches Remis steuerte nun Günter Robrecht (Brett 4) bei. Zwischenstand 3,5-3,5. Alles hing an der letzten Partie.
Und in der spielte Marc Weiner (Brett 3) beherzt. Nach einem groben Fehler von Marc im Mittelspiel fand sein Gegner nicht die richtigen Züge und Marc konnte sich zum Ausgleich zurückkämpfen. Mit einer Qualität weniger, aber einem entfernten Freibauern war für Marc noch alles möglich. Und so “knetete” er die Partie weiter, bis durch einen Fehler des Gegners Marc einen Freibauern durchbrachte, der den Gegner zum „Turmopfer“ zwang. Nun war es nur noch reine Technik für Marc mit seinem verbliebenen Freibauern und seinem Läufer den gegnerischen König zur Aufgabe zu zwingen. Ein glücklicher Ausgang für unsere vierte Mannschaft.
Hier geht es zum Ergebnisdienst:
Ligablatt – www.Ergebnisdienst.net – Schachbezirk Bielefeld e.V.

2 Gäste unter 9 Teilnehmern, 36 Partien Schach und ein glücklicher Sieger.
Gütersloh 2 unterlag erneut mit 3,5:4,5, diesmal auswärts in Enger, nicht unverdient allerdings auch unnötig. Mit 0:6 Mannschaftspunkten auf Platz 9 der Verbandsliga B ist die Lage ernst aber nicht hoffnungslos.
Brett 1 [Grochtmann,S – Rathmann,T] sah eine beidseitig uninspiriert geführte Partie. Höhepunkt war die mir unverhofft geschenkte Gelegenheit in ein gewinnträchtiges Endspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Stattdessen sah ich Gespenster. Mein Remisangebot wurde wenige Züge später erhört.
Brett 2 [Tamm,U – Seliger,F] Wirkte lange Zeit etwas besser für den Engeraner, das resultierende Bauern-Endspiel dann sehr remislich. Ein überoptimistischer Vorstoß kostete Frank leider ein zählbares Ergebnis.
Brett 3 [Minosjan,A – Hacker,C] Nachdem unser Mann keinen klaren Weg zum Vorteil gegen eine abseitige Nebenvariante der Spanischen Partie fand, gab er die Partie frühzeitig Remis, angesichts eines in Summe ansprechend anmutenden Mannschaftskampfs
Brett 4 [Neudorf NL – Brinkmann,M] Auch hier wurde aus der Eröffnung heraus ein Remisangebot akzeptiert, in einer zweischneidigen bis unangenehmen Stellung mit heterogenen Rochaden.
Brett 5 [Roth,T – Rühmkorf,J] Eine für ihn vorteilhafte Eröffnungsbehandlung, transformierte Thorsten in einen recht glatten Sieg.
Brett 6 [Peske, K – Zink,L] Eine etwas blutarme Partie, die in einem wohlverdienten Remis endete
Brett 7 [Schröder TL – Petrovic,G] In der Eröffnung hätte wir bereits entscheidenden Vorteil erlangen können, standen zwischenzeitlich mit einem Minusbauern und anrüchiger Stellung verlustverdächtig, bevor alles in ein remises Doppelturmendspiel mit 4 gegen 4 Bauern ausbrannte.
Brett 8 [Kara,S – Böning,J] Nach drei Jahrzehnten gab unser ehemaliger Mannschaftsführer ein Comeback in der Zweiten. Leider gerieten seine Springer im Mittelspiel aufs Abstellgleis (b8&a7), ohne Zugmöglichkeit, was wohl im höheren Sinne bereits die Partie kostete.
Gütersloh III wähnte sich in starker Aufstellung als klaren Favoriten gegen Heepen. Sportlich lief leider wenig zusammen. Man konnte sich glücklich schätzen, dass eine bereits abgeschriebene Partie am achten Brett wundersam Remis gehalten wurde zum 4:4 Endstand.
7:1 Mannschaftspunkte bedeuten hier den zweiten Platz in der Verbandsliga A. Die Aufstiegshoffnung lebt.
Nach gefühlt zwei Jahrzehnten mehr oder weniger überzeugender Siege der ersten Gütersloher Mannschaft gegen Brackwede, gab es heute den (fälligen?!) Dämpfer.
Brackwede spielte fast in nomineller Bestbesetzung. Einige Partien wogten munter hin und her. Gütersloh hatte in Summe wohl die besseren Gelegenheiten zu punkten, vergab diese allerdings z.T. fahrlässig.
Als sich der Nebel verzogen hatte, kämpften beim Stand von 4:3 für uns noch Norbert Wolf gegen Martin Hofmann. Gütersloh war optimisch, Caissa uns allerdings nicht gnädig gestimmt. Ein Sieg des Brackweders besiegelte die Punkteteilung.
Mit 7:1 Mannschaftspunkten sind die Aufstiegshoffnungen angekratzt doch intakt. Weiter geht es in der Regionalliga in drei Wochen in Paderborn gegen Blauer Springer II.
Die Oktober-Ausgabe sah 8 Spieler. Es gewann souverän Martin Hofmann mit 7/7 vor Frank Seliger mit 5 Punkten.
Gut erholt vom vergangenen Freitag gingen wir am Wochenende in die Begegnung mit der zweiten Mannschaft aus Herford. Trotz des langen Wochenendes und einiger urlaubsbedingter Ausfälle – beinahe die Hälfte unserer Stammspieler stand nicht zur Verfügung – konnten wir eine schlagkräftige Truppe aufbieten, die auf dem Papier leicht favorisiert war.
Dieser Favoritenrolle wurden wir auch auf ganzer Linie gerecht. Nach einem frühen Remis an meinem eigenen Brett sorgten Kai Haase, Michael Kretschmann und Florian Fortenbacher mit souverän herausgespielten Siegen schnell für klare Verhältnisse. Als auch Rüdiger Mönig seinen Punkt einfuhr, war der Mannschaftskampf bereits vorzeitig entschieden – lediglich die Höhe des Sieges war noch offen.
Philipp Kandler bewies in schwieriger Stellung Nervenstärke und sicherte sich durch eine geschickte Zugwiederholung ein Remis. Kevin Kleinelümern und Dominic Fortenbacher hingegen konnten ihre vielversprechenden Partien leider nicht in volle Punkte ummünzen und mussten sich ebenfalls mit einem Unentschieden begnügen.
Mit dem klaren 6:2-Endstand können wir dennoch rundum zufrieden sein. Trotz geschwächter Aufstellung zeigte das Team eine starke Leistung und untermauerte eindrucksvoll seine Ambitionen.
Heute trafen zwei passabel besetzte Mannschaften aufeinander. Die Gäste hatten die drei höchstgewerteten Spieler, wir dafür nominelle Vorteile an 5 von 8 Brettern. Am Ende stand eine knappe, verdiente 3,5:4,5 Niederlage.
An Brett 1 hatte ich mal wieder Schwarz gegen Peter Scholz. Es entfaltete sich eine muntere Partie in der ich zwei Bauern gab für deutlichen Entwicklungsvorsprung. Zwischenzeitlich wähnte ich mich auf der Siegerstraße, allerdings fand Peter die vorhandenen Verteidigungsressourcen. (Mein mobiles Stockfisch gibt auch nie mehr als 80 Centibauern-Vorteil an). Mit knapper werdender Zeit “verdarb” ich es in Remis und hätte in unübersichtlicher Stellung durchaus noch ins Rudern kommen können. (0,5:0,5).
Frank Seliger hatte Weiß gegen Christian Langer. Er kam anständig aus der Eröffnung.Ich hatte hier mit einer weiteren soliden Punkteteilung gerechnet. Woran es gescheitert ist kann ich nicht berichten. (0:1)
Markus Brinkmann verlor in etwas gedrückt anmutender Stellung in Folge eines taktischen Schlagabtauschs 2 Bauern und schlussendlich die Partie.
Thorsten Roth siegte souverän.
Unser Vorsitzender Alexander Pfaffenrot gab sein Comeback (nach vielen Jahren in der Diaspora). Zwischenzeitlich stand er verdächtig, doch im Turmendspiel hatte er mehrere Landwirte mehr als sein Gegner. (1:0)
Thorsten Borchmann zeigte sich vor der Partie freudig überrascht mit den weißen Steinen zu Werke gehen zu dürfen. Leider halfen ihm heute weder die Farbe seiner Steine noch 170-DWZ-Punkte Vorteil. Seine Spielanlage mutete beinahe so mäßig an wie meine aus Runde 1 (0:1)
Haleh Goli Pour bekam es mit dem amtierenden Bezirksmeister Thomas Platz zu tun, der sich in freundlicher Bescheidenheit sehr tief hat aufstellen lassen. Sie spielte eine sehr ordentliche Partie, kam dann leider in Zeitnot und unterlag ihrem starken Gegner.
Andreas König spielte eine recht unauffällig anmutende Damenbauern-Eröffnung. Als der Gegner dann munter nach vorn zu spielen begann zog er (frei nach unserem Bundestrainer) “die Taktikhose an” und gewann spielentscheidend Material (1:0)
Zwei Runden, Null Mannschaftspunkte bedeutet wohl wieder Abstiegskampf. Alles ist besser als Langeweile nehme ich an ;).